Wir erlebten Ende Mai diesen Jahres mit einer Busreise nach Rom etwas ganz besonderes. Durch gute Kontakte in den Vatikan war es uns möglich, bei der wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom direkt an der Treppe vor Papst Franziskus zu sitzen und zu spielen. Der riesige Petersplatz war von mindestens 200000 Menschen besucht und wir spielten unter der Leitung von Johannes Grebencikov auch moderne Kirchenlieder, wie z.B. „Halleluja“ von Leonard Cohen. Diese inspirierten über Lautsprecher des Vatikans in kurzer Zeit Massen von Besuchern zum mitsingen und sorgten für begeisterten Applaus, was uns große Freude bereitet hat. Zu den Höhepunkten gehörten die Nähe zum Papst und die Begrüßung von Besuchergruppen vieler Länder in deren Sprache, auch wir wurden in deutscher Sprache begrüßt. Franziskus fuhr nicht mehr wie seine Vorgänger auf einem gepanzerten Mercedes, sondern stand ganz offen und gab vielen Menschen, vor allem kleinen Kindern die Hand oder einen Kuss und stieg unter unserer Musik die Treppe zu seinem Sessel unter dem Baldachin hinauf. Die mehr als 4 Stunden dauernde Generalaudienz verging wie im Flug und war nicht nur durch den Papst, sondern auch durch die riesigen Besuchermengen und die grandiosen Bauwerke ein unvergessliches Erlebnis. Einen Tag später konnten wir nicht nur den Vatikan und die Sixtinische Kapelle von innen bestaunen, sondern auch den wunderbaren Garten des Vatikans betreten, in dem der frühere Papst Benedikt XVI wohnt und sich in seinem Garten kurz zeigte. Am Ende der Woche konnten wir bei einem Kirchenkonzert in der Kirche San Clemente so viele Besucher begeistern, wie wir sie nicht erwartet hatten. Pater Dr. Markus Solo, ein päpstlicher Berater, organisierte für uns nicht nur die Unterbringung in einem ehemaligen Kloster und die Konzerte, sondern stand mit weiteren Vatikanmitarbeitern im Kirchenkonzert als grandioser Sänger vor uns. Auch hohe, enge Mitarbeiter des Papstes besuchten das Konzert und waren so begeistert, dass sie es sich wie alle anderen Besucher nicht nehmen ließen, „Standing Ovations“ zu erteilen und um Zugaben zu bitten. Die 5 Tage in Rom waren für uns ein einzigartiges Erlebnis, das wir sicherlich unser Leben lang nicht vergessen werden.

